Für die Messung wird in den Gehörgang ein Stöpsel gesetzt. Bei Transiente evozierte otoakustische Emissionen handelt es sich um ein Messbares "Echo" (otoakustische Emissionen) der Haarzellen in der Hörschnecke das von einem akustisches Klick-Signal kurzer Dauer (=Transient) ausgelöst wird. Mit einem Reiz werden nahezu alle Haarzellen in der Cochlea auf Ihre Schwingungsfähigkeit getestet.
Normalerweise findet die Messung innerhalb der ersten 2-4 Lebenstage, oft noch in der Geburtsklinik statt.
Bei ambulanten Geburten oder wenn die Messung kurz nach der Geburt aufgrund von Fruchtwasser im Gehörgang nicht funktioniert hat, kann das Screening innerhalb der ersten vier Lebenswochen bei spezialisierten HNO-Ärzten, Screening-Zentren oder auch bei uns durchgeführt werden.
Die Messung dauert nur wenige Sekunden, jedoch muss das Neugeborene sehr leise sein, im Optimalfall schlafen. Schlucken, etwas lauteres Atmen oder leise Geräusche die Neugeborene oder die Eltern von sich geben können die Messung schon unterbrechen. Deswegen legen einen wir großen Wert darauf eine ruhige und entspannte Atmosphäre zu schaffen ohne lange Wartezeit.
"Pass" bedeutet "bestanden" : Es wird von normalem Hören ausgegangen.
"Fail" bedeutet "nicht bestanden": Dies bedeutet aber nicht automatisch eine Schwerhörigkeit. Oft sind Flüssigkeit im Ohr, Unruhe oder Hintergrundgeräusche die Ursache.
Bei einem "Fail" sind Nachkontrollen in spezialisierten Zentren notwendig.
WICHTIG ist das wir Hörgeräteakustiker nur die Messung durchführen. Das Ergebnis muss mit einem Arzt besprochen werden. Häufig übernehmen das die Kinderärzte. Wir Akustiker stellen keine Diagnose!